Mein eigener Webbrowser

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02.01.2018

Nach dem letzten großen Bock, den die Mozilla Foundation geschossen hat, begann ich mich nach Alternativen umzusehen...

Mozilla baut ungefragt eigene Plugins ein, über die sie Werbung in die geladenen Seiten einblenden? Ich kenne außer mir noch mindestens einen Menschen, der von sich zu Protokoll gegeben hat, das damit das Maß voll war.

Aber außer zornige Äußerungen von sich geben - was kann man tun? Klarer Fall: schauen, was es für Alternativen gibt. Erstaunlicherweise gibt es die, aber sie stellten mich nicht zufrieden:

Textbasierte Browser: Also hin und wieder möchte ich die Bilder der Seiten sehen, die ich lese.

Chrome und Chromium: Das Böse kommt mir nicht ins Haus.

InternetExplorer/Edge: Windows? Bääh!

Und da wurden die Alternativen langsam dünn.

Das brachte mich auf die Idee, ein altes Projekt wieder aufzugreifen und mit dem JavaFX-WebView zu verbinden: Vor einiger Zeit begann ich einen Proxy für Analysezwecke zu schreiben. Das Projekt schlief dann irgendwann ein. Heute ist der ursprüngliche Zweck des Projektes obsolet, da alle Seiten ja über HTTPS laufen und mein Proxy keiner war, der über Man-in-the-Middle die Vertraulichkeit und/oder Integrität einer verbindung angreift - und das auch nie sein wird!

Aber im Kontext eines sicheren Browsers sollte er sich als nützlich erweisen: Was, wenn der Browser als solcher einen Proxy mitbringt, über den er seine Verbindungen aufbaut und verwaltet? Dazu musste ich den vorliegenden Code ein wenig erweitern und die Möglichkeit vorsehen, dass mein Proxy als transparenter HTTPS-Proxy funktioniert. Das war einfach.

Es folgt nun eine Aufstellung von Punkten, die mir an meinem Browser wichtig sind:

  • Keine Plugins!
  • Default-Konfiguration ist sicher
  • Möglichkeit, zur Laufzeit Cookie-Behandlung umzuschalten - default ist: Keine akzeptieren
  • Möglichkeit, zur Laufzeit pro Tab (pro Seite) Javascript zu aktivieren - default ist immer deaktiviert
  • Der eingebaute Proxy wirkt als crap-Blocker und geht damit über AdBlocker hinaus: Jede Seite, die durch den Anwender explizit geöffnet wird (durch Eingabe der Adresse oder drücken auf einen Link) wird vom Proxy durchgelassen, alle von der Seite nachgeladenen Ressourcen werden geblockt, wenn sie nicht vom Anwender vorher explizit freigeschaltet werden.
  • Der Anwender erhält einen Überblick über alle Adressen, von denen Ressourcen nachgeladen werden sollten und kann unkompliziert diejenigen freischalten, die er wünscht.

Der Prototyp, der derzeit getestet wird verfügt bereits über diese Features.

Der Code steht auf GitHub für Interessierte zum Ausprobieren bereit...

Artikel, die hierher verlinken

GitLab & Mozilla: ☠

16.04.2018

Eigentlich lebe ich schon ziemlich lange mit Mozilla bzw. Firefox als Browser und war damit immer recht zufrieden - unter nicht nur einem Betriebssystem. Jetzt häufen sich allerdings die kleinen Dinge, die mich darüber nachdenken lassen, Alternativen zu erkunden...

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    17.05.2019

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Manche nennen es Blog, manche Web-Seite - ich schreibe hier hin und wieder über meine Erlebnisse, Rückschläge und Erleuchtungen bei meinen Hobbies.

Wer daran teilhaben und eventuell sogar davon profitieren möchte, muß damit leben, daß ich hin und wieder kleine Ausflüge in Bereiche mache, die nichts mit IT, Administration oder Softwareentwicklung zu tun haben.

Ich wünsche allen Lesern viel Spaß und hin und wieder einen kleinen AHA!-Effekt...

PS: Meine öffentlichen GitHub-Repositories findet man hier - meine öffentlichen GitLab-Repositories finden sich dagegen hier.