Raspi booten über USB

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12.08.2018

Nachdem mich ein Kollege auf die Idee brachte, wollte auch ich versuchen, meinen neuen Raspi per USB zu booten. Eigentlich war das damals noch eine akademische Aufgabe - als ich ernsthaft begann darüber nachzudenken, PiHole in meinem Netz zu nutzen, wurde diese Idee dringend.

Ich recherchierte also im Netz und fand einige Anleitungen zur Installation und zum Booten von Raspbian von einem USB-Stick auf dem Model 3 B. Alle diese Anleitungen beschrieben, dass man zunächst den Pi in die Lage versetzen muss von USB zu booten - dafür ist es notwendig, den Pi einmal von SD-Karte zu booten und dann die Konfiguration entsprechend anzupassen.

Einer der gefundenen Artikel beschäftigte sich tatsächlich mit dem Model 3B +: Dieser beschrieb, dass dieses Modell tatsächlich out-of-the-box von USB booten kann. Daraufhin folgte ich zunächst der Anleitung für direkte Benutzung von Raspbian: Image per dd auf Stick kopieren, Stick anstecken, einschalten. Ich wartete geraume Zeit, aber der Bildschirm bleib blau und der Pi inaktiv.

Daraufhin ging ich zunächst ins Bett. Am nächsten Tag fuhr ich den Pi wieder von der Karte hoch und prüfte, ob das entsprechende Bit für "kann von USBbooten" gesetzt war, wie es der Artikel zum 3 B+ versprach - das entsprach den Tatsachen. Also - ich weiß heute selber nicht mehr warum - steckte ich den Stick nochmal an und bootete nach Entnahme der SD-Karte erneut. Resultat: diesmal tat es.

Durch diverse Tests fand ich heraus, dass die USB-Bootmöglichkeit (bei mir) prinzipiell funktioniert, aber noch Potential nach oben hat:

  • einige Sticks funktionieren besser als andere
  • Das Booten funktioniert prinzipiell nur aus ausgeschaltetem Zustand: in 100 Prozent aller Fälle - auch mit verschiedenen Sticks getestet - funktioniert ein reboot mit einem USB-Stick nicht.

Hier noch einige Links, die mich bei der Inbetriebnahme unterstützt haben:

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Manche nennen es Blog, manche Web-Seite - ich schreibe hier hin und wieder über meine Erlebnisse, Rückschläge und Erleuchtungen bei meinen Hobbies.

Wer daran teilhaben und eventuell sogar davon profitieren möchte, muß damit leben, daß ich hin und wieder kleine Ausflüge in Bereiche mache, die nichts mit IT, Administration oder Softwareentwicklung zu tun haben.

Ich wünsche allen Lesern viel Spaß und hin und wieder einen kleinen AHA!-Effekt...

PS: Meine öffentlichen GitHub-Repositories findet man hier - meine öffentlichen GitLab-Repositories finden sich dagegen hier.