Tomboy und Nextcloud in Docker

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13.02.2020

Ich bin ein begeisterter Nutzer von Nextcloud, benötige aber eine spezielle App (Addon, Plugin,...), das gar nicht so einfach zu installieren ist- das war der Grund, dass ich ein eigenes Docker-Image dasierend auf dem offiziellen bauen musste...

Ich benutze Nextcloud bereits seit vielen Jahren - hauptsächlich damit ich mich nie wieder um das Backup der mit dem Handy gemachten Schnappschüsse kümmern muss.

Für mich existiert aber noch ein zweiter Hauptanwendungsfall: Tomboy ist eine Notizverwaltung, die meinen - wahrscheinlich wieder seltsamen - Ansprüchen genügt: nicht nur, dass es sie außer für Linux noch für andere Betriebssysteme wie etwa Android und sogar für Windows gibt - man kann die Notizen auch hervorragend ohne Cloud zwischen all diesen verschiedenen Versionen und Geräten synchronisieren. Und da kommt Nextcloud ins Spiel:

Es existiert eine App im Store, die als Synchronisationsbackend dienen kann: Installiert man diese, kann man die verschiedenen Installationen darüber synchronisieren.

Leider hat das aber einen Haken: in der Standardinstallation von Nextcloud fehlt ein Paket: 'php-oauth.' das wird aber benötigt, denn die einzelnen Tomboy-Instanzen werden über OAuth(2) authentifiziert. So lange ich Nextcloud als LXC-Container laufen ließ, habe ich nach jedem Update mühevoll von Hand alle fehlenden Abhängigkeiten nachgezogen, so dass auch diese App wieder zur Verfügung stand. Seitdem ich nun bei mir zu Hause im Labor alle Dienste konsequent verdockert habe, funktionierte Tomboy wieder einmal nicht. Jetzt habe ich mir endlich die Zeit genommen, das Problem anzugehen: Dabei stellte es sich heraus, dass die einfachste Methode offenbar die ist, ein eigenes Docker-Image vom offiziellen abzuleiten. das für meine Ansprüche benötigte sieht folgendermaßen aus:

FROM nextcloud:apache

RUN apt-get update \ &&apt-get -y install libpcre3-dev \ &&pecl install oauth \ && docker-php-ext-enable oauth

Danach musste nur noch die Referenz auf das Image im docker-compose.yml umgestellt werden und schon hatte ich wieder eine funktionierende (nicht-)Cloud-Synchronisierung aller meiner Container...

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Wer daran teilhaben und eventuell sogar davon profitieren möchte, muß damit leben, daß ich hin und wieder kleine Ausflüge in Bereiche mache, die nichts mit IT, Administration oder Softwareentwicklung zu tun haben.

Ich wünsche allen Lesern viel Spaß und hin und wieder einen kleinen AHA!-Effekt...

PS: Meine öffentlichen GitHub-Repositories findet man hier - meine öffentlichen GitLab-Repositories finden sich dagegen hier.