Anti-Virus im Docker-Zoo

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19.12.2023

Ein neues Projekt ist in meinen Docker-Zoo eingezogen

Ich stolperte neulich über ein Projekt, dessen Grundgedanke mir gefiel: Ein Docker-Container stellt Volumes zur Verfügung, die als Ein- und Ausgangspostfächer dienen:

Wann immer eine Datei in einem Eingangspostfach abgelegt wird, wird diese Datei daraus entfernt, im Dockercontainer durch diverse Antivirus und Malware-Detektoren untersucht und falls nichts gefunden wurde in eins der Ausgangspostfächer abgelegt. Wird die Datei als verdächtig identifiziert, wird sie statt dessen in Quarantäne verschoben und statt dessen ein Scanbericht in einem anderen Ausgangspostfach abgelegt.

Diese Idee fand ich so gut, dass ich sie ausprobieren wollte. Da das Projekt bereits seit sieben Jahren nicht mehr aktualisiert worden war hatte ich keine großen Hoffnungen - und selbst die wurden enttäuscht.

Der Container ließ sich zwar starten, hing dann wegen Unerreichbarkeit irgendwelcher Updateserver in einer Endlosschleife fest. Gut - bereits davor hatte ich mich darauf festgelegt zu versuchen, den Container auf ein zeitgemäßes Fundament zu stellen.

Ich begann also zunächst damit, das Debian-Baseimage gegen ein aktuelles stable zu tauschen. Da die beiden Versionen so weit auseinander lagen hatte sich aber Debian gar sehr gewandelt: unter anderem gibt es aktuell im stock Debian nur noch systemd - was dazu führt, dass ich eines der zu installierenden Pakete aus dem Dockerfile entfernen musste, da es nicht mehr in der Distribution verfügbar ist.

Anschließend musste ich noch eines der Bash-Skripte anpassen, da ClamAV hier mit einem Komamndozeilenschalter aufgerufen wurde, den aktuelle Versionen nicht mehr verstehen. Schließlich modifizierte ich noch die Konfiguration von MalDet geringfügig, da in der ursprünglichen Version Dateien, die von root in das Eingengspostfach gelegt werden nicht gescannt werden.

All diese Änderungen - obwohl jede für sich genommen sehr gering war - haben mich zu der Entscheidung geführt, das Projekt zu forken - die geschilderten Anpassungen sind in meinem Fork zu finden.

Besonders interessant finde ich die Architektur: Man kann dieses System problemlos um weitere Scanner als die beiden bereits enthaltenen erweitern.

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Wer daran teilhaben und eventuell sogar davon profitieren möchte, muß damit leben, daß ich hin und wieder kleine Ausflüge in Bereiche mache, die nichts mit IT, Administration oder Softwareentwicklung zu tun haben.

Ich wünsche allen Lesern viel Spaß und hin und wieder einen kleinen AHA!-Effekt...

PS: Meine öffentlichen GitHub-Repositories findet man hier - meine öffentlichen GitLab-Repositories finden sich dagegen hier.